I liassat Kirschn fia die wachsen

 

I liassert Kirschen für di wachsen ohne Kern,
wann mir der Himmel g'hörat griagast alle Stern,
wann I die Sunn' derglenga tät, i möcht sie hoin
und wann's für di is, hätt' i scho' des Frühjahr g'stoin.
Der Wald für di', der müsst' aus lauter Christbam sei'
und wannst du ausse schaust is allerweil nur Mai
und dicke Perser möcht' i leg'n unter dein'Schritt
und wann i 'Helf Gott' sag, am liabsten durch a Lied.
So denk' i über di, doch du denkst net an mi'
und mir tät's doch so guat, von dir a liabes wort,
von dir amol die Hand und net a kalte wand.
Geh' dreh' di amol um und sog zu mir: "Nau kumm"